Diagnostische Instrumente

Wichtige diagnostische Instrumente

Untersuchung mit diagnostischem InstrumentUm eine Erkrankung richtig behandeln zu können, muss sie zunächst einmal benannt werden. Die Diagnostik steht immer vor der Therapie, deswegen nimmt die Untersuchung des Patienten einen wichtigen Stellenwert im ärztlichen Alltag ein. Für die medizinische Untersuchung stehen eine ganze Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung, die allgemein als diagnostische Instrumente bezeichnet werden. Es gibt eine Vielzahl von diagnostischen Instrumente – in der Regel hat jeder Facharzt ein für ihn relevantes Repertoire an diagnostischen Instrumenten, die er ständig im Einsatz hat. Einige diagnostische Instrumente sind allerdings unspezifisch und können fachübergreifend verwendet werden, wie z.B. das Stethoskop oder die Diagnostiklampe.

Die wichtigsten diagnostischen Instrumente im Überblick: 

StethoskopDas Stethoskop

Das Stethoskop ist das wohl meist verwendete diagnostische Instrument überhaupt. Mit einem Stethoskop ist es möglich, Körpergeräusche hörbar zu machen. Deswegen wird das Stethoskop nicht nur in der Kardiologie und Pneumologie, sondern z.B. auch in der Gastroenterologie verwendet. Auch die manuelle Blutdruckmessung ist nur mit einem Stethoskop effizient durchführbar. Stethoskope sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Art des Bruststücks, sondern auch in der Länge des Stethoskop-Schlauchs, den Abmessungen und den verwendeten Materialien. Besonders beliebt bei vielen Anwendern sind die bekannten Littmann Stethoskope.

OtoskopDas Otoskop

Das Otoskop, auch Ohrenspiegel genannt, ist ebenfalls ein sehr häufig verwendetes diagnostisches Instrument, mit dem die Beurteilung von äußerem Gehörgang und Trommelfell möglich ist. Allerdings kommt das Otoskop nicht nur in HNO-Praxen zum Einsatz, sondern wird z.B. auch von Allgemeinmedizinern, Kinderärzten und Hörgeräteakkustikern verwendet. Otoskope sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Neben dem klassischen Otoskop gibt es mittlerweile auch Video-Otoskope, die eine Übertragung der erhobenen Daten an einen PC und die gemeinsame Betrachtung der Untersuchungsergebnisse mit dem Patienten ermöglichen. Durch die Speicherung der aufgezeichneten Bilder ist eine sehr gute Vergleichsmöglichkeit gegeben.

OphthalmoskopDas Ophthalmoskop

Ein Ophthalmoskop, auch Ohrenspiegel genannt, ist ein diagnostisches Instrument aus der Augenheilkunde, mit dem die Beurteilung des Augenhintergrundes möglich ist. Dadurch können z.B. die Netzhaut und die versorgenden Blutgefäße untersucht werden. Häufig kommt das Ophthalmoskop bei Diabetikern zum Einsatz, die auf Folgeerkrankungen (diabetische Retinopathie) untersucht werden. Die Ophthalmoskopie ist für viele Patienten unangenehm, da der Arzt sich sehr nahe zum Patienten herüberbeugen muss, um die Ophthalmoskopie korrekt durchführen zu können. Hier kann z.B. das PanOptic Ophthalmoskop von Welch Allyn helfen. Dieses Ophthalmoskop gewährt einen besonders großen Untersuchungsabstand zwischen Arzt und Patient und macht dadurch die Untersuchung für den Patienten wesentlich angenehmer.

DermatoskopDas Dermatoskop

Mit dem Dermatoskop wird die Haut des Patienten hin auf krankhafte Veränderungen, wie z.B. Krebsgeschwulste, untersucht. Das Dermatoskop zeigt dabei nicht nur die Oberfläche der Haut, sondern auch tiefere Hautschichten. Dermatoskope arbeiten häufig mit polarisiertem Licht oder werden mit Dermatoskopie-Öl verwendet. Neuere Dermatoskope können mit einer Digitalkamera verbunden werden, so dass eine lückenlose Dokumentation der Untersuchungsergebnisse möglich ist.

Reflexhammer Der Reflexhammer

Der Reflexhammer wird zur Überprüfung der Reflexbögen verwendet. Allerdings kann mit einem Reflexhammer auch die Körperoberfläche perkutiert werden, so dass Rückschlüsse auf den Zustand des Gewebes gezogen werden können. Reflexhämmer sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Bekannte Reflexhämmer sind z.B. solche nach Trömner, nach Buck und nach Taylor.

 

Weitere bekannte diagnostische Instrumente sind z.B. die Diagnostiklampe, das Fieberthermometer, der Kehlkopfspiegel oder die Stimmgabel nach Rydel-Seiffer.


Die Arzttasche

Großtierpraktiker auf Hausbesuch

 

Auch Tierärzte werden wie Humanärzte in besonderen Fällen zu Hausbesuchen gerufen. Der Kleintierpraktiker ist im Normalfall stationär in einer Praxis tätig und fährt zu besonderen Untersuchungen oder Behandlungen wie der Euthanasie direkt ins Haus des Patienten, um ihm den Weg, bzw. den Aufenthalt im Wartezimmer in dieser schwierigen Situation zu ersparen. Der Großtierpraktiker ist in einem Großteil der Fälle mobil unterwegs und sucht seine Patienten direkt vor Ort im Stall oder auf der Weide auf.

Um die Durchführung einer Untersuchung zu gewährleisten ist es wichtig, dass der Tierarzt alle eventuell notwendigen Utensilien wie Stethoskop, Veterinärhandschuhe, Gleitgel oder Fieberthermometer griffbereit hat. Dies lässt sich am einfachsten mit einer Arzttasche realisieren.

Eine Arzttasche ist meist aus Leder oder einem anderen robusten Stoff und sollte entsprechend groß und unterteilbar sein, dass der Veterinär alle wichtigen Diagnostika und Verbrauchsmaterialien sicher an den Untersuchungsort transportieren kann. Nicht immer sind die mobilen Einsätze geplant – oft erfordern medizinische Notfälle den Besuch des Tierarztes und die schnelle Behandlung des erkrankten Tieres. Je unübersichtlicher die Arzttasche ist, desto mehr Zeit vergeht bis dem Patienten geholfen werden kann.

 

Die klassische Arzttasche – Bollmann

Arzttasche

 

Diese Arzttasche ist ausgesprochen übersichtlich und hygienisch. Die stabilen Alubügel geben der Tasche die Möglichkeit komplett geöffnet stehen bleiben zu können, verleihen ihr Stabilität und dem Veterinär einen guten Einblick in das Innere der Tasche. Das Innenfutter ist auswaschbar und die Inneneinteilung aus Kunststoff ist variabel, sodass jedes Utensil der Arzttasche seinen festen Platz zugewiesen bekommen kann und Medikamente aus Vorratsflaschen vor dem Umkippen und Auslaufen geschützt sind. Diese praktische Arzttasche ist wahlweise in Leder oder Polymousse sowie in verschiedenen Farben erhältlich und wird ohne Inhalt zum Befüllen mit dem individuellen Bedarf geliefert.

 

Arzttasche Sheffield – M.Wright & Sons

 

Arzttasche SheffieldDiese Arzttasche aus Feinrindleder verfügt über einen geräumigen, dreigeteilten Taschenboden mit einem entnehmbaren Trennsteg und zwei Innentaschen für Dokumente oder ein Ampullarium. In der Arzttasche “Sheffield“ ist ausreichend Platz, alle wichtigen Utensilien sicher zu Haus, Stall oder Weide zu transportieren. Je nach Belieben ist diese Arzttasche in schwarz oder braun erhältlich.

 

Verschiedene Arzttaschen, Arztkoffer und Rucksäcke für Hausbesuche finden Sie z.B. bei Praxisdienst-VET in der Kategorie Einrichtung und Organisation.

 


Das Pulsoximeter

Messung der Sauerstoffsättigung mit dem Pulsoximeter

NotfallDie Sauerstoffsättigung des Blutes ist ein wichtiger Wert, der Auskunft über die Funktionsfähigkeit der Lunge gibt. Neben der invasiven Messung über die Entnahme von Blut und der Blutgasanalyse gibt es auch die Möglichkeit der nicht-invasiven Messung mit einem so genannten Pulsoximeter. Ein Pulsoximeter ist ein diagnostisches Gerät, das an leicht zugänglichen Körperstellen, wie z.B. dem Finger, dem Ohrläppchen oder an den Zehen, angelegt werden kann. Man unterscheidet 2 Arten von Pulsoximetern, die jedoch beide auf die gleiche Art die Sauerstoffsättigung im Blut bestimmen. Das Finger-Pulsoximeter ist ein kleines und kompaktes Pulsoximeter, das an den Finger geclipt wird. Es beinhaltet nicht nur die Elektronik, sondern auch den Sensor und eignet sich aufgrund seiner Kompaktheit und dem geringen Gewicht hervorragend für den mobilen Einsatz und die Bestückung von Arzt- und Notfallkoffern. Das so genannte handgehaltene Pulsoximeter hingegen hat einen seperaten Sensor, der durch ein Kabel mit dem Pulsoximeter verbunden ist. Da die Sensoren bei dem handgehaltenen Pulsoximeter ausgetauscht werden können, eignet es sich nicht nur zur Verwendung bei verschiedenen Patientengruppen (Erwachsene, Kinder, Säuglinge), sondern ist darüber hinaus auch besonders hygienisch. Handgehaltene Pulsoximeter kommen deswegen meist in Umgebungen mit einem erhöhten Hygieneanspruch, wie z.B. Frühgeborenen-Stationen, zum Einsatz.

PulsoximeterDie Messung bei einem Pulsoximeter erfolgt über die Bestimmung der Lichtabsorption. Auf der einen Seite des Sensors befinden sich 2 Lichtquellen, die rotes Licht aussenden – auf der anderen Seite befindet sich ein Fotosensor, der das auftreffende Licht auswertet und anhand der durch die Absorption des Lichts auftretende Differenz die Sauerstoffsättigung ermittelt. Auch die Pulsfrequenz wird vom Pulsoximeter bestimmt und ausgegeben. Viele Pulsoximeter sind in der Lage, von der Norm abweichende Sättigungswerte zu erkennen und bei Unterschreitung der Werte einen Alarm auszugeben. Teure Geräte verfügen häufig auch über einen internen Speicher, der über mehrere Minuten Werte aufzeichnet und bei Bedarf wieder ausgeben kann. Neben den Pulsoximetern für den professionellen Einsatz in Arztpraxis und Klinik gibt es auch Patientengeräte, die vom Patienten zu Hause zur Therapiekontrolle verwendet werden.

Pulsoximeter sind fast immer batteriebetrieben, damit sie unabhängig von einer Stromquelle auch bei Notfalleinsätzen und auf Hausbesuchen verwendet werden können. Bei der Messung der Sauerstoffsättigung mit einem Pulsoximeter sollte darauf geachtet werden, dass der Patient weder künstliche noch lackierte Fingernägel hat, weil dies zu einer Verfälschung der gemessenen Werte führen kann.


Nitrilhandschuhe

Nitrilhandschuhe – Einmalhandschuhe mit positiven Trageeigenschaften

Im medizinischen Alltag müssen ständig Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden, die mit dem Risiko einer Keimübertragung auf das Personal einhergehen. Um sich davor zu schützen, sollte das Personal in solchen Fällen stets Einmalhandschuhe tragen. Einmalhandschuhe sind dünne Handschuhe aus Latex, Vinyl, Nitril oder Copolymer, die den Anwender vor dem direkten Kontakt mit potentiell keimbehafteten Stoffen schützen sollen. Früher wurden fast ausschließlich Latexhandschuhe verwendet, da diese nicht nur besonders reißfest sind und ein hervorragendes Tastempfinden vermitteln, sondern auch einen guten Sitz aufweisen. Da allerdings immer mehr Anwender unter einer Latexallergie leiden, scheidet für sie das Tragen von Latexhandschuhen aus. Alternativ zu Latexhandschuhen können z.B. Vinylhandschuhe verwendet werden. Vinylhandschuhe können allerdings potentiell gesundheitsschädlich sein, da sie in der Regel Weichmacher enthalten, die sich beim Tragen aus dem Handschuh lösen können. Deswegen greifen viele Anwender mit Latexallergie zu Nitrilhandschuhen. Nitril bietet prinzipiell die gleichen Vorteile wie Latex – es ist reißfest und dehnbar und kann sehr dünn verarbeitet werden, so dass die Nitrilhandschuhe ein hohes Tastempfinden gewährleisten. Auch Sitz und Tragekomfort von Nitrilhandschuhen sind in etwa gleich wie bei Latexhandschuhen. Nitrilhandschuhe bieten darüber hinaus allerdings noch den Vorteil der Chemikalienbeständigkeit. Dadurch eignen sie sich auch hervorragend für die Verwendung in Laboratorien. Durch ihre Virenundurchlässigkeit werden Nitrilhandschuhe gerne in Bereichen mit einem hohen Infektionsrisiko – wie z.B. im Rettungsdienst oder auf Quarantänestationen – eingesetzt. 

NitrilhandschuheNitrilhandschuhe sind, wie alle anderen Einmalhandschuhe auch, in verschiedenen Größen erhältlich und beidhändig tragbar. Da Nitrilhandschuhe sehr glatt sind, kann auf eine Puderung in der Regel verzichtet werden – sie lassen sich auch mit feuchten Händen gut anziehen. Um die Nitrilhandschuhe beim An- und Ausziehen zu stabilisieren und ein Zerreißen zu verhindern, verfügen sie über einen so genannten Rollrand.

Die universell einsetzbaren Nitrilhandschuhe bieten nicht nur viele positive Trageeigenschaften, sondern sind mittlerweile auch bei vielen Anbietern auf dem selben Preisniveau oder sogar günstiger als Latexhandschuhe erhältlich. Ein Umsteigen auf Nitrilhandschuhe bringt also nicht nur gesundheitliche Vorteile, sondern schont auch das Budget.


Intrafix® Primeline Infusionsgerät

Infusionsgerät für Druck- und Schwerkraftinfusionen

Verabreichen einer InfusionDie Verabreichung von Infusionen kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig sein. Neben der Flüssigkeitstherapie, z.B. im Rahmen von Magen-Darm-Infekten, ist die Infusionstherapie auch zur Verabreichung von Medikamenten oder zur parenteralen Ernährung einsetzbar. Um eine Infusion für den Patienten angenehm und ungefährlich durchführen zu können, werden so genannte Infusionsgeräte verwendet. Ein Infusionsgerät verbindet die Infusionsflasche mit dem intravenösen oder subcutanen Zugang. Durch das Infusionsgerät wird nicht nur verhindert, dass Luft infundiert wird – es ermöglicht auch die Überwachung der Geschwindigkeit mit der die Infusion dem Patienten verabreicht wird. Je nach Art der Infusion werden unterschiedliche Infusionsgeräte verwendet. Eine Infusion kann über eine Infusionspumpe oder als Schwerkraftinfusion verabreicht werden. Um eine Druckinfusion mit einer Pumpe verabreichen zu können, muss ein Infusionsgerät verwendet werden, dass für diese Art der Infusion ausgelegt ist.

Intrafix® Primeline InfusionsgerätDas Intrafix® Primeline von B.Braun ist ein solches Infusionsgerät. Mit dem Intrafix® Primeline können sowohl Druck- als auch Schwerkraftinfusionen verabreicht werden. Durch einen besonders scharfen Einstechdorn kann das Intrafix® Primeline auch problemlos in hängende Infusionsflaschen eingestochen werden. Gleichzeit sorgt der Einstechdorn für eine restfreie Entleerung des Infusionsbehältnisses. Das Infusionsgerät ist mit einer Belüftungsklappe mit Bakterienfilter versehen und verfügt über eine flexible Pumpkammer. Der 180cm lange Infusionsschlauch ermöglicht ein bequemes Anhängen der Infusion. Das Intrafix® Primeline Infusionsgerät hat ein hochtransparentes Schauglas und eine orange Rollenklemme mit Einstechdorn-Aufnahme. Dadurch ist eine ungefährliche Entsorgung des Infusionsgerätes gewährleistet. Durch den Luer-Lock-Ansatz kann das Intrafix® Primeline schnell und sicher an der Venenverweilkanüle befestigt werden. Das Infusionsgerät ist druckbeständig bis 2 bar und einzeln steril verpackt.


Der Notfallrucksack für den tierärztlichen Einsatz

Notfallrucksack BrüsselDer Notfallrucksack wird wie der Name schon sagt, bei Hilfseinsätzen für die Tier- oder Menschenrettung benötigt. Tierärzte, Rettungsdienste, Sanitäter oder Ärzte der Tierrettungsdienste sollten für den Fall eines Unfalls, sowie bei der Suche vermisster, oder Rettung verwahrloster Tiere für alle medizinischen Notfälle ausgestattet sein. Geräumige Notfallrucksäcke und Notfalltaschen dienen dem Transport aller wichtigen medizinischen Hilfsmittel des Tierarzts während Einsätzen ausserhalb der Praxis. Bei der Suche nach einem geeigneten Notfallrucksack sollte demnach mehreren Eigenschaften Beachtung geschenkt werden:

Notfallrucksäcke sollten derart geräumig sein, dass alle notwendigen Utensilien für den Ernstfall so untergebracht werden können, dass sie schnell und zielsicher gefunden werden. Meist verfügen sie über ein großes Hauptfach mit Schlaufen oder Clips als Befestigungsmöglichkeit für Sauerstoffflaschen, sowie über entnehmbare Modultaschen verschiedener Größen zur separaten Entnahme zugehöriger Hilfsmittel, wie z.B. dem Zubehör zur Intubation verunfallter Tiere. Natürlich verfügt ein Notfallrucksack ausserdem über verschiedene Taschen: aufgesetzte Taschen vorne, sowie an den Seiten und kleine Fächer im Inneren des Rucksacks.

Der Tragekomfort ist ebenso wichtig für den Tierarzt, weshalb ein guter Notfallrucksack gepolsterte Tragegriffe und Schultergurte besitzt.

Notfallrucksack Brüssel offenDa die Einsätze meist im Freien und oft bei ungünstigen Wetterverhältnissen stattfinden, ist es besonders wichtig, dass der Notfallrucksack eine Beschaffenheit aufweist, die seinen Inhalt vor Nässe und Schmutz schützt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde der Boden des Notfallrucksacks Modell “Brüssel“ aus wasserdichtem Planenmaterial und das Obermaterial aus wasserabweisendem Nylonmaterial hergestellt. Damit die empfindlichen Medizinprodukte im Inneren auch wirklich völlig geschützt sind, wurden am Notfallrucksack “Brüssel“ zusätzlich wasserabweisende Reißverschlüsse verarbeitet.

Damit Notfallrucksäcke klar als solche erkennbar sind und in Stresssituationen eine Verwechslung zwischen Arzttasche und Notfalltasche ausgeschlossen ist, sind Notfalltaschen oder Rucksäcke in der Signalfarbe rot gehalten und zur Sicherheit des Trägers mit Reflektorstreifen versehen.

Notfallrucksäcke gibt es in vielen Größen, Formen und mit oder ohne Befüllung. Der 50 x 21 x 54 cm (B x T x H) große Notfallrucksack “Brüssel“ ist leer und kann individuell nach den Bedürfnissen des einzelnen Tierarztes befüllt werden.

Das Doppelkopf-Stethoskop

Doppelkopf-Stethoskop eröffnet vielfältige Untersuchungsmöglichkeiten

Doppelkopf-StethoskopDas Stethoskop ist ein diagnostisches Instrument, das in vielen medizinischen Bereichen zum Einsatz kommt. Mit einem Stethoskop können Körpergeräusche, wie z.B. Herzschlag oder Lungengeräusche, hörbar gemacht werden. Dies wird durch den speziellen Aufbau des Stethoskops ermöglicht. Das Stethoskop besteht aus mehreren Teilen – dem Bruststück, dem Schlauch, dem Ohrbügel und den Ohroliven. Das Bruststück des Stethoskops wird auf die zu untersuchende Körperstelle aufgelegt, nimmt den Schall auf und gibt ihn als Schwingung an den Schlauch weiter. Von dort gelangt er über die Ohrbügel und die Ohroliven zu den Ohren des Untersuchenden. Die Ohroliven haben vor allem die Aufgabe, störende Umgebungsgeräusche zu reduzieren, damit die Körpergeräusche deutlich gehört werden können.

Das Bruststück eines Stethoskops kann unterschiedlich aufgebaut sein. Man unterscheidet grundsätzlich Einfach- von Doppelkopf-Bruststücken. Bei einem Stethoskop mit Einfach-Bruststück handelt es sich meist um Membran-Stethoskope. Diese Stethoskope sind mit einer Membran ausgestattet, die unterschiedliche Durchmesser haben kann. In der Regel lassen sich mit einem Membran-Stethoskop hochfrequente Körpergeräusche besser auskultieren. Viele Littmann® Stethoskope sind allerdings mit einer speziellen Dual-Frequency-Membran ausgestattet, bei der durch Änderung des Anpressdrucks Körpergeräusche in verschiedenen Frequenzbereichen gut auskultiert werden können. Für die Auskultation speziell von tiefen Frequenzen werden Stethoskope mit einem Trichter verwendet. Trichter-Stethoskope kommen vor allem in der Kardiologie zum Einsatz.

Doppelkopf-Bruststück Außerdem gibt es die so genannten Doppelkopf-Stethoskope. Ein Doppelkopf-Stethoskop hat ein zweiseitiges Bruststück – häufig befindet sich auf der einen Seite eine Membran und auf der anderen Seite ein Trichter. Dadurch kann das Doppelkopf-Stethoskop besonders vielseitig eingesetzt werden. Für die Untersuchung von Lunge und Herz muss dann nicht das Stethoskop gewechselt, sondern lediglich das Bruststück gedreht werden. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Doppelkopf-Stethoskopen für Erwachsene, ebenso wie für Kinder. Die Doppelkopf-Stethoskope für Kinder sind in den Abmessungen entsprechend den anatomischen Verhältnissen in der Größe reduziert.

 


Ärztekrepp

Ärztekrepp schützt die Untersuchungsliege

Ärztekrepp-SpenderDie Untersuchungsliege ist das Herzstück eines jeden Behandlungszimmers. Auf der Untersuchungsliege wird der Patient nicht nur untersucht, sondern auch behandelt, Verbandswechsel werden durchgeführt, Infusionen angelegt und manchmal sogar kleine operative Eingriffe vorgenommen. Jeden Tag sitzen oder liegen etliche Patienten auf der Untersuchungsliege, was zu einem schnellen Verschleiß führen kann, wenn die Liege nicht entsprechend geschützt wird.

Die meisten Arztpraxen verwenden deswegen das so genannte Ärztekrepp. Als Ärztekrepp oder Liegenabdeckung bezeichnet man weißes Tissue-Papier von der Rolle, das über die Liegefläche der Untersuchungsliege gebreitet und nach der Behandlung entsorgt wird. Ärztekrepp dient vor allem dem mechanischen Schutz der Untersuchungsliege und verringert darüber hinaus das Risiko einer Infektionsübertragung von Patient zu Patient. Da es Untersuchungsliegen in verschiedenen Größen gibt, ist auch das Ärztekrepp in verschiedenen Abmessungen erhältlich. Meist ist das Ärztekrepp mehrlagig, um es saugfähiger zu machen. Durch die Verwendung von Recycling-Ärztekrepp kann ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

ÄrztekreppHäufig wird zusätzlich zum Ärztekrepp auch noch eine spezielle Fußmatte zum Schutz der Untersuchungsliege vor der Beschädigung durch die Schuhe des Patienten verwendet. Außerdem kann mit der Fußmatte das Ärztekrepp auf der Untersuchungsliege gut fixiert werden. Viele Untersuchungsliegen verfügen über einen so genannten Papierrollenhalter, in den das Ärztekrepp eingespannt werden kann.


Die Blutentnahme

Blutuntersuchung im LaborDie Untersuchung von Blutproben ist bei vielen Krankheiten für eine differenzierte und exakte Diagnostik unerlässlich. Bei der Blutentnahme unterscheidet man grundsätzlich 2 Vorgehensweisen: die Gewinnung von Kapillarblut aus gut durchbluteten Körperteilen wie den Fingern oder dem Ohrläppchen, und die Gewinnung von arteriellem oder venösem Blut durch Punktion eines Blutgefäßes.

Die Entnahme von Kapillarblut aus dem Finger wird bei Untersuchungen praktiziert, bei denen lediglich eine geringe Menge Blut benötigt wird, wie z.B. bei der Blutzuckermessung mit einem Blutzuckermessgerät oder der Untersuchung von Blutproben mit Hilfe eines Reflexionsphotometers, wie z.B. dem Reflotron. Um das Kapillarblut zu gewinnen, wird die ausgewählte Stelle (meist die Fingerbeere) mit Hilfe einer Stechhilfe punktiert. Das austretende Blut wird entweder sofort auf einen Teststreifen gegeben oder mit einem Kapillarröhrchen aufgefangen. Diese Art der Blutentnahme ist für den Patienten so gut wie schmerzfrei und aufgrund der sehr geringen Blutmenge absolut unproblematisch.

Werden für die Blutuntersuchung größere Blutmengen benötigt oder kann die Untersuchung lediglich mit präparierten Blutproben (wie z.B. Plasma oder Serum) vorgenommen werden, ist die Blutentnahme durch die Punktion eines Blutgefäßes indiziert.

Hierfür ist eine größere Menge an Hilfsmitteln und Zubehör notwendig. Zunächst sollten die Blutentnahmeröhrchen zurechtgelegt werden, die für die Blutuntersuchung notwendig sind. Meist werden Serum-, Citrat-, Heparin- und EDTA-Röhrchen verwendet. Jedes dieser Blutentnahmeröhrchen ist mit einer Substanz präpariert, die dafür sorgt, dass mit der jeweiligen Blutprobe spezielle Untersuchungen vorgenommen werden können.

Blutentnahme-TablettAußerdem wird für die Blutentnahme Hautdesinfektionsmittel, ein Stauschlauch, Einmalhandschuhe, Tupfer und eine Blutentnahme-Kanüle benötigt. Nach dem Anlegen des Stauschlauchs wird die Vene zunächst ertastet, dann die Punktionsstelle großflächig mit Hautdesinfektionsmittel behandelt und schließlich, nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit, die Vene mit der Blutentnahme-Kanüle punktiert. Die Blutentnahmeröhrchen werden nun nacheinander befüllt. Es ist besonders darauf zu achten, die Blutentnahmeröhrchen nach der Befüllung kurz hin und her zu schwenken, damit das Blut sich mit der enthaltenen Substanz vermischen kann. Besonders bei allen Röhrchen, die mit gerinnungshemmenden Substanzen versetzt sind, kann es bei Nicht-Durchmischung nämlich zu einer Blutgerinnung kommen. Dadurch würde das Blut für eine weitere Untersuchung unbrauchbar werden.

Nach dem Befüllen aller benötigten Blutentnahmeröhrchen wird der Stauschlauch vorsichtig gelöst und die Blutentnahme-Kanüle herausgezogen. Gleichzeitig wird ein Tupfer auf die Punktionsstelle gedrückt, um eine Nachblutung zu unterbinden, bzw. austretendes Blut aufzufangen. Die Punktionsstelle kann nach kurzer Zeit mit einem Injektionspflaster versorgt werden.

Blutentnahme-RöhrchenBei Praxisdienst finden Sie eine große Auswahl an Blutentnahmezubehör zu günstigen Preisen. Neben Hautdesinfektionsmitteln, Venenstauern, Kanülen und Injektionspflastern erhalten Sie dort auch ein großes Sortiment an Blutentnahmeröhrchen der Firma Sarstedt.


Wundkompressen

Wundversorgung mit Wundkompressen

WundversorgungDie Wundversorgung spielt im medizinischen Bereich eine sehr wichtige Rolle. Die Anzahl der Patienten, die mit kleineren oder größeren Verletzungen die Praxis aufsuchen ist sehr hoch. Jede Wunde benötigt eine andere, spezielle Wundversorgung. Diese hängt vor allem von der Größe und Tiefe der Wunde sowie vom Sekretionsverhalten ab. Der Wundverband besteht normalerweise aus mehreren Schichten. Eine Wundauflage liegt unmittelbar auf der Wunde und hat die Aufgabe, die Wunde vor dem Eindringen von Schmutz oder Keimen zu schützen und bildet gleichzeitig eine mechanische Barriere. Bei stark sezernierenden Wunden folgt der Wundauflage in der Regel eine Schicht aus saugfähigem Material, wie z.B. Saugkompressen, die in der Lage ist, das Sekret aufzufangen und einzuschließen. Fixiert wird der Wundverband mit der 3. Schicht, die meist aus einem Fixierpflaster besteht.

Als Wundauflage werden in der Regel so genannte Wundkompressen verwendet. Wundkompressen lassen sich in 2 Kategorien unterteilen – in trockene Kompressen und Salbenkompressen. Trockene Wundkompressen kommen vor allem bei einfachen Wunden zum Einsatz, bei denen die Gefahr eines Verklebens mit der Wundauflage eher gering ist. Es ist selbstverständlich auch möglich, die Wunde zunächst mit einem Wundgel oder einer Fettgaze zu versorgen und die Wundkompressen darüber zu legen. Die Fettgaze verhindert effektiv ein Verkleben der Wundkompressen mit der Wunde, so dass ein atraumatischer WundkompressenVerbandswechsel möglich ist und der Wundheilungsverlauf nicht behindert wird. Salbenkompressen sind so genannte hydroaktive Wundkompressen, die nicht nur einem Austrocknen der Wunde vorbeugen, sondern auch zu einem optimalen Wundheilungsmilieu beitragen und die Wundränder pflegen. Auch hydroaktive Wundkompressen wirken einem Verkleben der Wunde mit der Wundauflage entgegen, so dass auch hier der Verbandwechsel atraumatisch verläuft.

Bei infektionsgefährdeten und/oder größeren Wunden sollten in jedem Fall nur sterile Wundkompressen verwendet werden. Ein Zuschneiden der Wundkompressen ist unter anderem aus wirtschaftlichen Aspekten sinnvoll.


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