Das tierärztliche Labor

In der Tiermedizin gibt es 2 unterschiedliche Arten von Laboratorien: das Praxislabor und das Fremdlabor.

 

Die meisten kleineren, ländlichen Tierarztpraxen besitzen kaum ein eigenes Labor, weshalb die zu untersuchenden Proben in ein Fremdlabor versendet werden. Dies geschieht entweder mit einem Kurier, der die Proben täglich auf Abruf gegen eine kleine Pauschale abholen kommt, oder aber per Post in einem mit dem Hinweis „biologisches Material“ gekennzeichneten Umschlag . Fremdlabore haben sich komplett auf die Untersuchung veterinärmedizinischer Proben wie z.B. Vollblutproben, Kot- oder Urinproben, sowie histologische Proben spezialisiert und beschäftigen kompetente Teams von Tierärzten und Biologen. Gründe für die Entscheidung auf ein eigenes Labor zu verzichten, sind fehlendes Fachpersonal und mangelnder Platz in der Praxis. 

 

Laborbedarf PipettenspitzenBei gut besuchten mittleren und großen Tierarztpraxen und Tierkliniken ist das eigene Labor ein großer Vorteil für die Praxisleitung, sowie für die Patientenbesitzer. Die Laboreinrichtung wird normalerweise einmal angeschafft und nur alle paar Jahre mal erneuert, zum Beispiel mit neuen, rückenschonenden Labormöbeln oder der neuesten Technik. Der Laborbedarf, wie Zellstoff, Untersuchungshandschuhe, Pipettenspitzen oder Objektträger, kann je nach Größe des Labors in großen Mengen zu besseren Konditionen eingekauft werden. Die Werte des erkrankten Tieres sind im eigenen Labor je nach Probe normalerweise innerhalb von Minuten bekannt, sodass Tierarzt und Patientenbesitzer gleich auf richtige Medikamente zurückgreifen können und das Tier nicht „auf Verdacht“ behandelt werden muss. Mikroskope und Blutanalysegeräte wie das Reflotron® Plus oder das Photometer sind hochwertige Geräte, die nach einmaligem Kauf oder der Finanzierung jahrelang zum Inventar des tierärztlichen Labors gehören und die Qualität des Labors mitbestimmen. Bei Fremdlaboren besteht außerdem die Tatsache, dass die Untersuchungen für die Patientenbesitzer deutlich teurer sind und die Ergebnisse mindestens bis zum nächsten Tag auf sich warten lassen. 

Auch in einem tierärztlichen Labor herrschen bestimmte Schutzbestimmungen, nach denen zum Schutz von Mensch und Tier gehandelt werden muss. So ist beispielsweise das Essen, Trinken und natürlich das Rauchen im Labor untersagt. Auch die Verwendung von üblichen Handtüchern ist nicht gestattet, statt dessen werden Einmalhandtücher und Handtuchspender verwendet. Um den höchstmöglichen Hygienestandard einzuhalten gibt es von BODE den Touchless Desinfektionsmittelspender, der eine genau definierte Menge Desinfektionsmittel abgibt, wenn man die Hände unter das Gerät hält. Durch die berührungslose Nutzung werden Kontaminationen zuverlässig vermieden. 

Als häufige Mischform gibt es Tierarztpraxen, die ein kleines Eigenlabor mit den wichtigsten Geräten, wie dem Reflotron® Plus ,und einem mittleren Bestand an Laborbedarf haben und zusätzlich bei aufwendigen Untersuchungen, wie histologischen oder mikrobiologischen Analysen, die Leistungen eines Fremdlabors in Anspruch nehmen. 

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