Diagnostische Instrumente
Wichtige diagnostische Instrumente
Um eine Erkrankung richtig behandeln zu können, muss sie zunächst einmal benannt werden. Die Diagnostik steht immer vor der Therapie, deswegen nimmt die Untersuchung des Patienten einen wichtigen Stellenwert im ärztlichen Alltag ein. Für die medizinische Untersuchung stehen eine ganze Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung, die allgemein als diagnostische Instrumente bezeichnet werden. Es gibt eine Vielzahl von diagnostischen Instrumente – in der Regel hat jeder Facharzt ein für ihn relevantes Repertoire an diagnostischen Instrumenten, die er ständig im Einsatz hat. Einige diagnostische Instrumente sind allerdings unspezifisch und können fachübergreifend verwendet werden, wie z.B. das Stethoskop oder die Diagnostiklampe.
Die wichtigsten diagnostischen Instrumente im Überblick:
Das Stethoskop
Das Stethoskop ist das wohl meist verwendete diagnostische Instrument überhaupt. Mit einem Stethoskop ist es möglich, Körpergeräusche hörbar zu machen. Deswegen wird das Stethoskop nicht nur in der Kardiologie und Pneumologie, sondern z.B. auch in der Gastroenterologie verwendet. Auch die manuelle Blutdruckmessung ist nur mit einem Stethoskop effizient durchführbar. Stethoskope sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Art des Bruststücks, sondern auch in der Länge des Stethoskop-Schlauchs, den Abmessungen und den verwendeten Materialien. Besonders beliebt bei vielen Anwendern sind die bekannten Littmann Stethoskope.
Das Otoskop
Das Otoskop, auch Ohrenspiegel genannt, ist ebenfalls ein sehr häufig verwendetes diagnostisches Instrument, mit dem die Beurteilung von äußerem Gehörgang und Trommelfell möglich ist. Allerdings kommt das Otoskop nicht nur in HNO-Praxen zum Einsatz, sondern wird z.B. auch von Allgemeinmedizinern, Kinderärzten und Hörgeräteakkustikern verwendet. Otoskope sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Neben dem klassischen Otoskop gibt es mittlerweile auch Video-Otoskope, die eine Übertragung der erhobenen Daten an einen PC und die gemeinsame Betrachtung der Untersuchungsergebnisse mit dem Patienten ermöglichen. Durch die Speicherung der aufgezeichneten Bilder ist eine sehr gute Vergleichsmöglichkeit gegeben.
Das Ophthalmoskop
Ein Ophthalmoskop, auch Ohrenspiegel genannt, ist ein diagnostisches Instrument aus der Augenheilkunde, mit dem die Beurteilung des Augenhintergrundes möglich ist. Dadurch können z.B. die Netzhaut und die versorgenden Blutgefäße untersucht werden. Häufig kommt das Ophthalmoskop bei Diabetikern zum Einsatz, die auf Folgeerkrankungen (diabetische Retinopathie) untersucht werden. Die Ophthalmoskopie ist für viele Patienten unangenehm, da der Arzt sich sehr nahe zum Patienten herüberbeugen muss, um die Ophthalmoskopie korrekt durchführen zu können. Hier kann z.B. das PanOptic Ophthalmoskop von Welch Allyn helfen. Dieses Ophthalmoskop gewährt einen besonders großen Untersuchungsabstand zwischen Arzt und Patient und macht dadurch die Untersuchung für den Patienten wesentlich angenehmer.
Das Dermatoskop
Mit dem Dermatoskop wird die Haut des Patienten hin auf krankhafte Veränderungen, wie z.B. Krebsgeschwulste, untersucht. Das Dermatoskop zeigt dabei nicht nur die Oberfläche der Haut, sondern auch tiefere Hautschichten. Dermatoskope arbeiten häufig mit polarisiertem Licht oder werden mit Dermatoskopie-Öl verwendet. Neuere Dermatoskope können mit einer Digitalkamera verbunden werden, so dass eine lückenlose Dokumentation der Untersuchungsergebnisse möglich ist.
Der Reflexhammer
Der Reflexhammer wird zur Überprüfung der Reflexbögen verwendet. Allerdings kann mit einem Reflexhammer auch die Körperoberfläche perkutiert werden, so dass Rückschlüsse auf den Zustand des Gewebes gezogen werden können. Reflexhämmer sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Bekannte Reflexhämmer sind z.B. solche nach Trömner, nach Buck und nach Taylor.
Weitere bekannte diagnostische Instrumente sind z.B. die Diagnostiklampe, das Fieberthermometer, der Kehlkopfspiegel oder die Stimmgabel nach Rydel-Seiffer.
