Einwegspritzen

Einwegspritzen – meist verwendetes Verbrauchsmaterial in der Tierarztpraxis

Einwegspritzen

2-teilige Einwegspritze

Einwegspritzen werden in der Tierarztpraxis täglich für unzählige Injektionen verwendet. Je nachdem, ob mit den Einwegspritzen intravenös, subcutan oder intramuskulär injiziert wird, welche Medikamenten-Konsistenz durch die Einwegspritze hindurch befördert, und welche Menge des Medikaments eingebracht werden soll, wird vom Anwender entschieden welche Einwegspritze verwendet wird. Während früher die Verwendung von Mehrwegspritzen aus Glas oder Metall gängig war, werden heute fast ausschließlich Einwegspritzen aus Kunststoff verwendet. Die Gründe für die Nutzung von Einwegspritzen aus Kunststoff liegen auf der Hand: 

  • Kunststoff zerbricht nicht, der Inhalt der Einmalspritze ist sicher geschützt
  • die einmalige Verwendung der Spritze schützt vor einer Keimübertragung
  • Einwegspritzen bleiben bis zur Verwendung steril

Neben der Unterscheidung in 1, 2, 5, 10, 20 oder gar 50 und 100 ml Inhalt werden Einwegspritzen in 2- und 3-teilige Spritzen eingeteilt. 2-teilige Einwegspritzen bestehen aus einem Kolben und einem Zylinder. Diese Einwegspritzen werden bevorzugt bei Injektionen angewendet, bei denen es nicht so sehr auf eine langsam dosierte, genaue Injektion ankommt. Verwendet werden die 2-teiligen Einwegspritzen zum Beispiel bei der subcutanen Injektion von größeren Mengen eines Medikaments. 

Die 3-teiligen Einwegspritzen verfügen ausserdem über einen Gummistopfen am vorderen Ende des Kolbens, welcher den Kolben etwas ausbremst um eine präszise, langsame Injektion, beispielsweise von Narkosemitteln zu ermöglichen. 

Wichtig für die richtige Dosierung ist natürlich auch die Skalierung der Einwegspritzen. Je nach Füllvolumen verfügen die Einwegspritzen über eine Einteilung in 0,01 ml-Schritten, oder sogar in 0,2 ml Schritten.

Bereitgelegte EinwegspritzenFür die Beurteilung der sich im Inneren der Einwegspritzen befindlichen Flüssigkeit ist es von großer Wichtigkeit, dass der Zylinder hochtransparent ist. Einwegspritzen werden in der Tiermedizin längst nicht nur zur Injektion verwendet, sondern u.a. auch zur Punktion von Körperhöhlen. Bei der feuchten Form der „FIP- feline infektiöse Peritonitis“ ist das Punktat der Flüssigkeit im Abdomen beispielsweise makroskopisch in der Lage den Verdacht auf diese Erkrankung zu bekräftigen. 

Um die Kombination mit Venenverweilkathetern, Einmalkanülen oder Venenpunktionskanülen zu gewährleisten, verfügen Einwegspritzen nahezu immer über einen genormten Luer-Ansatz. Ausnahmen bilden hier zum Beispiel die Wund- und Blasenspritzen. 

Einwegspritzen sind mit und ohne Kanülen, sowie in den unterschiedlichen Volumina erhältlich. 

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