Fieberthermometer

Eines der 5 Kardinalsymptome einer Entzündung ist die Überwärmung (Calor). Systemisch gesehen bedeutet dies das Auftreten von Fieber. Besonders bei Kindern gehen Krankheiten in der Regel mit einer Erhöhung der Körpertemperatur einher. Die einfachste Art die Körpertemperatur zu bestimmen ist die Temperaturmessung mit einem Fieberthermometer.

Fieberthermometer sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Das klassische Fieberthermometer ist ein Quecksilber-Thermometer, das aus einem Glaskolben mit einer quecksilbergefüllten Kapillare besteht. Durch Erwärmung dehnt sich das Quecksilber aus, was an der Skala als Temperatur abgelesen werden kann. Mittlerweile werden keine Fieberthermometer mit Quecksilber mehr verwendet, stattdessen kommen Fieberthermometer mit Galinstan oder Alkohol zur Anwendung, weil diese keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Neben dem klassischen Fieberthermometer kommen heutzutage immer häufiger digitale Fieberthermometer zur Anwendung. Die Vorteile liegen auf der Hand: eine besonders hohe Genauigkeit, die Möglichkeit die erhobenen Werte zu speichern und eine für den Patienten angenehme, weil besonders schnelle Messung sprechen für sich.

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Fieberthermometer-Varianten im Überblick

Das klassische Fieberthermometer

Dieses Fieberthermometer misst die Temperatur ohne Strom. Allein durch die Volumenänderung des Stoffes im Inneren des Fieberthermometers kann die Körpertemperatur des Patienten bestimmt werden. Durch Erwärmung dehnt sich nämlich das in der Kapillare enthaltene Galinstan aus, was an der Skala abgelesen werden kann. Klassische Fieberthermometer können keine Werte speichern und sind vor allem im Nachkomma-Bereich schwieriger abzulesen. Die Messung mit einem klassischen Fieberthermometer kann sowohl axillar, als auch oral und rektal erfolgen.

Das digitale Fieberthermometer

Das digitale Fieberthermometer sieht dem klassischen Fieberthermometer von der Form sehr ähnlich. Allerdings wird hier die Körpertemperatur durch einen Sensor bestimmt. Die Messung dauert in der Regel nur wenige Sekunden und das letzte Ergebnis kann häufig gespeichert werden. Digitale Fieberthermometer können zur axillaren, oralen und rektalen Messung verwendet werden. Für einige digitale Fieberthermometer sind hygienische Hüllen erhältlich, mit denen eine Thermometer-Kontamination verhindert wird.

Stirn-FieberthermometerDas Infrarot-Stirnthermometer

Dieses Fieberthermometer misst die Temperatur mit einem Streicheln. Das Fieberthermometer wird einfach über die Stirn gezogen und misst die Körpertemperatur durch Infrarot-Technologie. Diese Art der Temperaturmessung bietet sich vor allem bei Kindern und Babys an, weil sie von der Untersuchung praktisch gar nichts mitbekommen.

Ohr-FieberthermometerDas Ohrthermometer

Mit dem Ohrthermometer erfolgt die Messung durch Infrarot am Trommelfell. Diese Art der Fiebermessung gilt als sehr genau und kommt ebenfalls gerne bei Babys und Kindern zum Einsatz. Für das Ohrthermometer sind spezielle Sondenhüllen erhältlich, die eine Kontamination des Fieberthermometers verhindern. Dadurch eignen sich solche Fieberthermometer auch für die Verwendung in Arztpraxen und Krankenhäusern.

 

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