Der CRP-Test

Unnötige Antibiotika-Gabe vermeiden mit dem CRP-Test

LaboruntersuchungViele Erkältungskrankheiten, die mit Husten und Fieber einhergehen, können sowohl bakteriell als auch viral hervorgerufen sein. Bei der Behandlung dieser Erkrankungen steht der Arzt vor der Entscheidung: Antibiotikum oder kein Antibiotikum. Viele Patienten stehen der prophylaktischen Gabe von Antibiotikum zu Recht skeptisch gegenüber, da eine zu häufige und unnötige Gaben von Antibiotika zu Resistenzbildungen führen kann. Außerdem kommt es unter der Einnahme von Antibiotika häufig zu Durchfällen, Hautausschlägen und Pilzinfektionen. Aus diesem Grund gibt es immer mehr Arztpraxen, die vor dem Ausschreiben von Antibiotika-Rezepten zunächst einen so genannten CRP-Test durchführen.

Das C-reaktive Protein, kurz CRP, ist ein Entzündungsparameter, der bei bakteriellen Infektionen sehr stark ansteigt, bei viralen Infektionen jedoch nur leicht ansteigt oder gar keine Reaktion zeigt. Das C-reaktive Protein lässt sich bereits in der Frühphase der Erkrankung nachweisen, der CRP-Spiegel steigt an, bevor eine Erhöhung der Leukozytenzahl oder Fieber nachweisbar sind. Ebenso ist nach Abklingen der Krankheit der CRP-Spiegel im Blut bereits wieder abgesunken, bevor dies an klinischen Symptomen zu erkennen ist.

Der CRP-Test ist in der Lage, das C-reaktive Protein im Blut nachzuweisen. Je nach Test kann sogar die ungefähre Höhe des CRP-Wertes im Blut bestimmt werden. Bei Patienten mit Erkrankungen, die sowohl bakteriell als auch viral bedingt sein können, ist es also in jedem Fall sinnvoll, einen CRP-Test durchzuführen, um abschätzen zu können, ob eine Antibiose sinnvoll ist. Ist der CRP-Wert hoch, ist in den meisten Fällen eine Antibiose sinnvoll, ist der CRP-Test hingegen negativ, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine virale Infektion vorliegt und die Antibiotika-Gabe deswegen überflüssig ist. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, bei denen der CRP-Wert trotz eines bakteriellen Infekts nicht ansteigt – in solchen Fällen müssen zusätzliche diagnostische Maßnahmen zur Abklärung der Krankheitsursache erfolgen. Der CRP-Test sollte deswegen immer mit dem ärztlichen Untersuchungsbefund zusammengesehen werden, um eine kompetente Entscheidung über die angemessene Therapie treffen zu können.

CRP-TestBei Praxisdienst erhalten Sie z.B. den CRP-Test von Diagnostik Nord. Bei diesem CRP-Test handelt es sich um einen semiquantitativen, membrangebundenen Immunoassay-Test, der mit Plasma-, Vollblut- und Serumproben verwendet werden kann. Der CRP-Test von Diagnostik-Nord ist nicht nur in der Lage, C-reaktives Protein im Blut nachzuweisen, sondern gibt durch seinen speziellen Aufbau auch Aufschluss darüber, wie hoch der CRP-Wert in etwa ist. Durch eine zusätzliche Kontroll-Linie und unterschiedliche Farbgebungen bei unterschiedlich hohen CRP-Konzentrationen kann zwischen Werten unter 10 mg/l, über 10 mg/l und über 30 mg/l differenziert werden.

Selbstverständlich kann der CRP-Test auch anderweitig eingesetzt werden. Bei Patienten mit Verdacht auf entzündlich-rheumatische Erkrankungen zum Beispiel kann der CRP-Test als Screening-Methode verwendet werden, außerdem ist es möglich, den CRP-Test zur Therapiekontrolle bei einer antibakteriellen oder entzündungshemmenden Therapie durchzuführen.

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