Die Tischzentrifuge

Schnelle Verarbeitung von Blutproben mit der Tischzentrifuge

BlutentnahmeröhrchenDie Untersuchung von Blutproben ermöglicht den Nachweis zahlreicher Erkrankungen und Infektionen. Je nachdem welche Untersuchung durchgeführt werden muss, ist es notwendig, das Blut des Patienten auf die eine oder andere Weise zu präparieren. Die gängigste Art, Blutproben zu präparieren ist die Trennung der Blutprobe in Serum und Blutkuchen. Das Serum wird abgeschieden, wenn Blutkörperchen, Blutplättchen und Fibrin sich im Zuge der Blutgerinnung zu einer gallertartigen Substanz verbinden und sedimentieren. Eine Methode um die Sedimentation zu beschleunigen und schneller das Blutserum zu gewinnen ist die Zentrifugation der Blutprobe. Serum kann nur gewonnen werden, wenn die Blutprobe nicht mit gerinnungshemmenden Substanzen versetzt ist. Wird der Blutprobe eine gerinnungshemmende Substanz, wie z.B. Natriumcitrat, zugegeben und die Probe dann zentrifugiert, erhält man Blutplasma. Blutplasma ist Blutserum, das noch alle Gerinnungsfaktoren enthält.

Die Zentrifugation von Blutproben macht nicht nur Sinn, wenn die Blutprobe vor Ort untersucht werden soll, sondern auch dann, wenn die Blutprobe erst eine längere Zeit steht, bevor sie in ein ärztliches Labor abtransportiert wird. Einige Blutwerte ändern sich dadurch, dass das Serum auf dem Blutkuchen steht, dies gilt unter anderem für Kalium oder Phosphat. Um zu verhindern, dass das Serum auf dem Blutkuchen steht, gibt es Gel-Blutentnahmeröhrchen, die mit einer Gelschicht versehen sind, die sich durch die Zentrifugation zwischen Blutkuchen und Serum schiebt. So kann das Serum problemlos im Probenröhrchen aufbewahrt werden, ohne dass es zu einer Verfälschung der Werte kommt. Selbstverständlich ist es auch möglich, das Serum abzugießen, wenn kein Gel-Röhrchen verwendet wird. Hierfür wird die geronnene Blutprobe zentrifugiert und das Serum danach in ein neutrales Röhrchen umgefüllt.

Tischzentrifuge EBA 20 HettichFür Praxen, die nur über ein kleines Probenaufkommen verfügen und deren Blutproben erst einige Stunden nach der Blutentnahme zur Untersuchung kommen, bietet sich die Verwendung einer so genannten Tischzentrifuge an. Eine Tischzentrifuge ist eine Kleinzentrifuge, die sich speziell für kleine Probenaufkommen eignet. Durch die kleinen Abmessungen eignet sich eine Tischzentrifuge auch hervorragend für kleine Praxis-Labors. Tischzentrifugen können ebenso wie große Zentrifugen sowohl in der Laufzeit als auch in der Umdrehungszahl verstellt werden.

Eine besonders beliebte Tischzentrifuge ist z.B. die EBA 20 von Hettich. Diese Tischzentrifuge bietet Platz für 8 Zentrifugenröhrchen à 15ml und lässt sich über eine desinfizierbare Folientastatur bedienen. Während des Laufs ist die Tischzentrifuge durch einen Sicherheitsmechanismus gegen ein versehentliches Öffnen des Deckels geschützt. Sowohl Zentrifugationszeit als auch die Drehzahl können bei dieser Tischzentrifuge individuell und pro Lauf eingestellt werden. Auf dem Display der EBA 20 Tischzentrifuge kann während des Laufs die verbleibende Zentrifugationszeit und die aktuelle Drehzahl abgelesen werden. Eine vorzeitige Unterbrechung der Zentrifugation ist mit einer Stop-Taste möglich.

Die Hettich EBA 20 Tischzentrifuge ist leicht zu reinigen und findet durch ihre kompakten Abmessungen Platz in jedem Praxislabor.

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