Der AED

Reanimation mit einem AED – auch für Laienhelfer kein Problem

AED LifeLine ViewDer automatisierte externe Defibrillator, kurz AED genannt, ist ein Defibrillator, der nicht nur von medizinischem Fachpersonal, sondern auch von Laienhelfern eingesetzt werden kann und bei richtiger Verwendung eine effektive Erste Hilfe ermöglicht.

Jedes Jahr sterben 100.000 bis 150.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Diese Krankheit kann jeden aus heiterem Himmel treffen. Die effektivste Möglichkeit der ersten Hilfe, vor allem wenn ein Kammerflimmern auftritt, ist die Abgabe eines Defibrillationsschocks. Beim plötzlichen Herztod kommt es aber auf Sekunden an, weswegen ein Warten auf dem Krankenwagen unter Umständen zu lange dauern und dem Patienten bei dessen Ankunft nicht mehr geholfen werden kann. Aus diesem Grund wurden die so genannten Laiendefibrillatoren, die AEDs entwickelt. Ein AED ist besonders leicht zu bedienen, denn er gibt dem Anwender durch Sprachanweisungen genau vor, was zu tun ist. Der AED ist in der Lage zu erkennen, ob ein lebensrettender Defibrillationsschock abgegeben werden muss oder nicht.

Defibrillation mit AEDBeim Einschalten des AED wird dieser den Helfer auffordern, dem Patienten die Elektroden anzulegen, damit der AED ein EKG ableiten kann. Anhand dieses EKGs entscheidet der AED darüber, ob eine Defibrillation notwendig ist oder nicht. Meist handelt es sich um 2 Elektroden, die unter dem rechten Schlüsselbei und der linken Achsel angebracht werden. Die Position an der die Elektroden angebracht werden, unterscheidet sich, wenn es sich um Kinder-Elektroden handelt. Da bei der Reanimation von Kindern nicht die gleiche Energie abgegeben werden darf wie bei Erwachsenen, erkennen viele AEDs automatisch, welche AED-Elektroden verwendet werden und regeln die Energie des abzugebenden Schocks entsprechend herunter. 

Durch das Ableiten des EKGs erkennt der AED ob eine Defibrillation nötig ist oder nicht. Wenn dies nicht der Fall ist, fordert der AED den Helfer auf, die Herz-Lungen-Wiederbelebung einzuleiten. Viele automatisierte externe Defibrillatoren unterstützen den Ersthelfer dabei durch die Vorgabe eines Rhythmus in dem die Herzmassage durchgeführt wird oder durch eine Kontrolle der Richtigkeit von Drucktiefe und Druckfrequenz.

Immer wieder überprüft der AED die EKG-Kurve des Patienten um die Notwendigkeit einer Defibrillation früh genug zu erkennen. Sollte die Defibrillation notwendig werden, fordert der AED den Helfer auf, vom Patienten zurückzutreten und den Auslöse-Knopf zu betätigen. Nach erfolgter Defibrillation kontrolliert der AED erneut das EKG. Situationsbedingt fordert der AED den Helfer entweder zur neuerlichen Abgabe des Defibrillationsschocks oder zur Wiederaufnahme der Herz-Lungen-Wiederbelebung auf.

Feuerwehrmann mit AEDDie Reanimation mit einem AED ist einfach und bedarf keiner vorherigen Schulung. Da der AED dem Helfer ständig durch Sprachanweisungen mitteilt, wie zu verfahren ist, gibt er dem Helfer eine gewisse Sicherheit. Auch der Patient wird durch die Verwendung eines AED zur Reanimation gut geschützt. Denn eine unnötige Abgabe eines Defibrillationsschocks verhindert der AED zuverlässig.

AEDs sind aber nicht nur in öffentlichen Gebäuden oder an öffentlichen Plätzen zu finden, sie werden auch häufig von Rettungsdiensten verwendet und viele Krankenwagen sind zu diesem Zweck mit einem AED ausgestattet.

Um in einer Notsituation möglichst viele andere Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass Hilfe benötigt wird, befindet sich der AED in öffentlichen Gebäuden meist in einem speziellen Schrank, der beim Öffen ein lautes Warnsignal abgibt.

Um eine ständige Einsatzbereitschaft und die Funktionstüchtigkeit des AED sicherzustellen, führt dieser selbstständig Selbsttests durch und informiert durch akustische oder optische Signale den Besitzer über Fehlfunktionen. Leistungsstarke Batterien garantieren eine lange Standby-Zeit, so dass ein AED bis zu 5 Jahre mit einer Batteriefüllung auskommt.

Um im Ernstfall sicher mit dem AED umgehen zu können, sind für einen automatisierten externen Defibrillator in der Regel spezielle Trainingsgeräte erhältlich, die dabei helfen, den Umgang mit einem AED umfassend zu erlernen.

Ein ganz besonders funktioneller AED ist z.B. der AED LifeLine View von Defibtech. Dieser AED gibt dem Anwender nicht nur Sprachanweisungen, sondern unterstützt ihn zusätzlich durch das Abspielen kleiner Videosequenzen. Notfall


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