Beinbeutel

Beinbeutel zur mobilen Katheterversorgung

Beinbeutel Viele Patienten müssen aus unterschiedlichen Gründen mit einem Blasenkatheter versorgt werden. Gründe hierfür können z.B. Harnverhaltungen, Blasenentleerungsstörungen oder Harninkontinenz sein. Der Blasenkatheter wird an einen Urinbeutel angeschlossen, so dass der abgeleitete Urin sicher aufgefangen wird. Für die Versorgung von bettlägerigen Patienten stehen Bettbeutel zur Verfügung, die ein großes Fassungsvermögen haben und am Bett mit Hilfe von Urinbeutelhaltern befestigt werden. Mobile Patienten werden allerdings nicht mit Bettbeuteln, sondern mit so genannten Beinbeuteln versorgt. Der Beinbeutel ist ein spezieller Urinbeutel, der durch seine Form und Beschaffenheit am Bein des Patienten befestigt werden kann. Die Befestigung der Beinbeutel erfolgt mit speziellen Haltebändern, die sehr hautsympathisch sind und leicht angebracht werden können. Beinbeutel unterscheiden sich vor allem in der möglichen Tragedauer. Durch eine Vliesbeschichtung sind die Beinbeutel angenehmer zu tragen und können deswegen vom Patienten zwischen 3 und 14 Tagen verwendet werden. Beinbeutel ohne Vliesbeschichtung eignen sich nur zur Kurzzeitanwendung bis maximal 24 Stunden. Das Fassungsvermögen von Beinbeuteln beträgt meist zwischen 300 und 500ml. Da der Patient den Beinbeutel ständig mit sich tragen muss, sollte das Volumen nicht zu groß sein. Um eine einfache Handhabung zu gewährleisten, ist es wichtig, dass das Ablassventil sich leicht bedienen lässt. Damit der Patient einen Überblick über die abgeleitete Urinmenge hat, sollte der Beinbeutel darüber hinaus mit einer Volumenskala versehen sein. Der Beinbeutel kann mit Blasenkathetern ebenso wie mit Kondomurinalen verwendet werden. Für Rollstuhlfahrer stehen spezielle Beinbeutel zur Verfügung.

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