Untersuchungshandschuhe

Untersuchungshandschuhe schützen vor Keimübertragung

Untersuchungshandschuhe Als Untersuchungshandschuhe werden in der Medizin dünne Handschuhe aus verschiedenen Materialien bezeichnet, die vom medizinischen Personal getragen werden um die Hände vor dem direkten Kontakt mit potentiell infektiösen Stoffen zu schützen. Untersuchungshandschuhe müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, um sich im medizinischen Alltag zu bewähren.

Zum einen müssen Untersuchungshandschuhe ein gutes Tastempfinden gewährleisten. Viele feine Arbeiten, wie z.B. das Anlegen von Verbänden oder der Umgang mit Objektträgern beim Mikroskopieren, werden mit Untersuchungshandschuhen durchgeführt. Solche Aufgaben können nur erledigt werden, wenn das Tastempfinden entsprechend gut ist.

Besonders beim Anziehen der Untersuchungshandschuhe spielen Elastizität und Reißfestigkeit eine große Rolle. Denn beim Anziehen werden die Untersuchungshandschuhe stets gedehnt und müssen dementsprechend nachgeben, damit sie leicht angezogen werden können. Die Reißfestigkeit ist aber auch bei jeder mit den Untersuchungshandschuhen ausgeführten Tätigkeit sehr wichtig, da nur intakte Untersuchungshandschuhe einen zuverlässigen Schutz vor Krankheitserregern gewährleisten können.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Qualität von Untersuchungshandschuhen ist die Passform. Je besser die Untersuchungshandschuhe sitzen, desto leichter kann man mit ihnen arbeiten. Wenn die Untersuchungshandschuhe über einen Rollrand verfügen, bieten sie während des Tragens einen besseren Halt und können auch leichter angezogen werden. Untersuchungshandschuhe sollten, falls sie nicht steril sind, beidhändig getragen werden können, so muss nicht vor dem Anziehen nach dem passenden Handschuh gesucht werden.

Untersuchungshandschuhe Untersuchungshandschuhe können aus verschiedenen Materialien bestehen, die jeweils bestimmte Vorteile bieten. Latex-Untersuchungshandschuhe beispielsweise bieten einen besonders hohen Tragekomfort, ein hervorragendes Tastempfinden und sind sowohl elastisch als auch reißfest. Allerdings sind Untersuchungshandschuhe aus Latex potentiell allergieauslösend und können von Latexallergikern nicht getragen werden. Als Alternative zu Untersuchungshandschuhen aus Latex können Untersuchungshandschuhe aus Nitril oder Vinyl verwendet werden. Vinyl-Untersuchungshandschuhe werden vom Patienten bei der Untersuchung als sehr angenehm empfunden, bieten aber nicht ein so gutes Tastempfinden wie Latexhandschuhe und sind auch weniger elastisch. Nitril-Untersuchungshandschuhe haben den Latexhandschuhen sehr ähnliche Produkteigenschaften, sind beständig gegen eine Vielzahl von Chemikalien und ebenso wie die Vinylhandschuhe 100% latexfrei.

Untersuchungshandschuhe sind in verschiedenen Größen erhältlich, meist werden sie allerdings in den Größen S, M und L verwendet. Gepuderte Untersuchungshandschuhe werden kaum noch verwendet, die meisten modernen Handschuhe haben eine spezielle Innenbeschichtung, die zwar den gleichen Effekt wie eine Puderung, jedoch nicht deren negative Begleiteffekte hat.

Neben unsterilen Untersuchungshandschuhen gibt es auch sterile Untersuchungshandschuhe, die z.B. in sensiblen Bereichen wie Reinräumen oder Intensivstationen zum Einsatz kommen können. Diese sind jedoch einzeln steril verpackt und können nur an der rechten bzw. linken Hand getragen werden, was einen besseren Tragekomfort und ein besseres Tastempfinden gewährleistet. Außerdem sind sterile Untersuchungshandschuhe ebenso wie sterile OP-Handschuhe in anderen, genaueren Größen erhältlich.

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