Das Paraffinbad: Hautpflege und Wärmetherapie in einem

Das Paraffinbad ist eine Wohltat – besonders im Winter

Besonders jetzt im Winter leiden viele Menschen unter einer trockenen, rissigen Haut an den Händen, die unter anderem durch die trockene Heizungsluft hervorgerufen wird. Oft helfen die üblichen Cremes und Salben bei der im Winter extrem trockenen Haut nicht mehr aus, so dass viele sich nach einer alternativen Möglichkeit der Handpflege umsehen.

WellnessEine gute Möglichkeit die Hände zu pflegen ist das Paraffinbad. Die Behandlung mit dem Paraffinbad wird meist bei der Kosmetikerin durchgeführt, kann aber problemlos auch zu Hause erfolgen. Das Paraffinbad ist ein Wärmegerät, in dem Paraffinwachs zum Schmelzen gebracht wird. Dafür wird das Paraffinwachs auf eine Temperatur von knapp über 50°C erhitzt. Vor der Behandlung im Paraffinbad ist es sinnvoll, die Hände mit einer reichhaltigen Handcreme einzucremen. Wenn das Paraffinwachs im Inneren des Paraffinbads die richtige Temperatur erreicht hat, werden die Hände langsam und vorsichtig in das flüssige Paraffinwachs eingetaucht undzwar ungefähr bis zu den Handgelenken. Nach kurzer Zeit werden die Hände wieder aus dem Paraffinbad herausgezogen. Das Paraffinwachs trocknet auf der Haut und liegt nun wie eine zweite Haut um die Hände. Dieser Vorgang des langsamen Eintauchens und Herausziehens wird mehrfach wiederholt. Dadurch bildet sich eine dicke Paraffinschicht um die Hände. Die Hände werden nun in Handschuhe eingepackt und ca. 15 Minuten ruhen gelassen. In dieser Zeit öffnen sich durch die Wärme des Paraffinwachses die Poren der Hände und die Haut beginnt zu schwitzen. Da das Paraffinwachs allerdings einen luft- und feuchtigkeitsdichten Film um die Hände bildet, kann die Feuchtigkeit nicht entweichen, sondern zieht wieder in die Hände ein. Wenn vor der Behandlung im Paraffinbad eine Creme aufgetragen wurde, können die Wirkstoffe nun durch die geöffneten Poren besonders tief in die Haut einziehen.

Nach der Einwirkzeit wird das Paraffin vorsichtig von der Haut abgezogen. Dies geht ganz leicht, da das Paraffinwachs mittlerweile erkaltet und somit fest geworden ist. Die Haut fühlt sich nach der Behandlung im Paraffinbad weich, geschmeidig und gepflegt an.

Paraffinbad mit Paraffinwachs und HandschuhenDas Paraffinbad wirkt sich aber nicht nur positiv auf das Hautbild aus, es hat auch einen therapeutischen Effekt. Durch die Wärme, die beim Paraffinbad auf die Hände einwirkt, werden Muskeln entspannt, Schmerzen gelindert und steife Gelenke gelockert. Das Paraffinbad wird deswegen von Therapeuten gerne als Therapiemaßnahme bei Muskelschmerzen, als Nachbehandlung von Frakturen und zur Lockerung der Gelenke im Vorfeld einer physiotherapeutischen oder ergotherapeutischen Sitzung eingesetzt.

Das Paraffinbad wird nicht nur im Bereich der Hände eingesetzt, es kann auch zur Behandlung von Ellenbogen, Knien und Füßen verwendet werden.

Für das Paraffinbad ist Paraffinwachs in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Neben neutralem Paraffinwachs erhalten Sie z.B. auch Paraffinwachs mit Duftstoffen oder Pflegezusätzen.

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